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Wie Gott mich geführt hat

Geboren in der Schweiz, durfte ich in einer wohlbehüteten, katholischen Familie mit zwei Brüdern aufwachsen. Ich hatte eine schöne, unbeschwerte Kindheit. Meine Mutter war sehr gläubig und authentisch. Sie hatte eine grosse Beziehung zur Mutter Gottes und ihr Leitwort war: «Durch Maria zu Jesus» (per Mariam ad Jesum). Auch ich fühlte mich sehr hingezogen zur Mutter Gottes und zu Jesus.

 

Schreiben war für mich schon als Mädchen wichtig. Auf unbeschriebenen Seiten konnte ich meinen Gedanken, Gefühlen, Wünschen und Erlebnissen einen Platz geben und vieles dadurch verarbeiten. Zu dieser Zeit schrieb ich Jesus, dass ich ihm immer treu sein wollte.

 

Aber leider hatte ich mich mehr und mehr, nicht willentlich oder unbedingt wissentlich, von Gott entfernt. Der Aufbruch meiner Jugendzeit war in meinem Leben angekommen. Die Freunde, die Ausbildung, die Bekanntschaften, die Reisen, der Beruf, usw. waren in den Vordergrund getreten. Plötzlich konnte ich die Kirche und die Gebote nicht mehr verstehen und ich machte Kompromisse, die mich immer weiter vom Glauben wegführten.

Durch eine ernste Krankheit in meinem 35. Lebensjahr suchte ich auf vielen möglichen Wegen Hilfe. Glücklicherweise konnte ich durch verschiedene charismatische Priester langsam erkennen, dass ich falsche Wege gegangen war. Die Bekehrung oder die Umkehr zu Gott war alles andere als einfach. Durch Leiden, Verlassenheit und Traurigkeit wurde ich dann jahrelang geprüft. Aber ich wusste, es gibt für mich nur einen Weg zurückzufinden zu Gott. Durch seine unermessliche Gnade hielt ich fest an dem, was ich erstrebte. Ich wollte mit Gott verbunden sein und nach seinen Geboten leben, um ganz in seinem Willen zu sein.

 

Das überaus grosse Leiden blieb aber nicht aus. Mein wunderbarer Sohn Thomas, der im 24. Altersjahr war, starb plötzlich an einer Hirnhautentzündung. Niemals werde ich die Situation vergessen, als ich Thomas im Spital regungslos vor mir sah.

 

Aber genau in dieser schwersten, traurigsten und hoffnungslosen Zeit kam Jesus zu mir. Am Tage vor dem Begräbnis von Thomas bat ich Jesus, mir doch eine Bibelstelle zu zeigen. So schlug ich Folgendes auf:

Jeremias 33,3

Rufe zu mir, ich will dir antworten und dir grosse, unfassbare Dinge mitteilen, die du nicht kennst.

 

In meiner Trauer versunken sagte ich: «Herr, was sagst du mir da? Ich habe meinen Sohn verloren und du sagst mir, ich werde dir unfassbare Dinge offenbaren?»

 

Die Worte, die ich dann in meinem Herzen hörte, waren so kraftvoll, dass ich sie auch nach so vielen Jahren noch nicht vergessen habe. Jedes Wort ist in mein Herz eingraviert.

 

Nach diesem Geschehen wusste ich einfach, dass es Jesus war, der zu mir gesprochen hatte. Es war, als würde sich plötzlich ein riesiges Tor öffnen und ich würde in ein neues Leben eintreten. Der Herr gab mir die Gnade zu verstehen, dass ER durch seine unendliche Liebe meinen Sohn Thomas zu sich gerufen hatte. ER gab mir die Kraft, die aufwallende Traurigkeit sofort in eine absolute Dankbarkeit fliessen zu lassen. ER gab mir auch zu erkennen, dass mein Sohn Thomas an meiner Seite steht und zu mir sagt: «Mami, sei nicht traurig. Ich liebe dich. Du bist die beste Mutter auf der ganzen Welt. Ich bin so glücklich».

Noch im selben Jahr, nach dem Heimgang von Thomas, hat mir der Himmel einen gesegneten Ehemann geschenkt. Unser Ehebund wurde in Fatima geschlossen und wir dürfen, vereint im gleichen Heiligen Geist, ein wunderbares Eheleben führen. Der Herr hat mir in seiner übergrossen Liebe durch meinen Ehemann zwei hervorragende Söhne und eine liebe Schwiegertochter mit vier Grosskindern, die alle in den USA leben, geschenkt. Meine leibliche Tochter Miriam, die einige Jahre nach dem Tod ihres Bruders zum Glauben gekommen ist, hat mir durch die Heirat einen wunderbaren Schwieger-sohn mit vier Grosskindern geschenkt.

 

Seit dem Jahre 2020 schenkt mir Jesus die Gnade, himmlische Botschaften in meinem Herzen zu empfangen und diese niederzuschreiben. Aus Dankbarkeit möchte ich mit diesem Buch ein Zeugnis der unendlichen Liebe Gottes geben. Es soll Sie, liebe LeserInnen, ermutigen in jeder Situation, sich ihm anzuvertrauen und die Türe des eigenen Herzens zu öffnen, damit er ohne Hindernis bei euch eintreten und wirken kann. Die Worte, die Sie berühren werden, werden Worte sein, die direkt an Sie gerichtet sind. Denn die Liebe geht über alle Grenzen hinweg und kann nicht aufgehalten werden.

 

Anita B. Kennedy

 

***

 

16. Juli 2025

 

Ich liebe dich unendlich, mein Kind. Ich danke euch für eure Arbeit mit dem Buch. Es wird viele Seelen berühren, du kannst es kaum erahnen. Meine liebenden Worte werden in die Welt hinausgehen. Durch meine, dir diktierten Worte, kehren viele Menschen an mein Herz zurück. Es ist wie ein Lächeln, das um die Welt geht, ein Lächeln, das von mir kommt, eine Aufforderung, meine Barmherzigkeit zu suchen und anzunehmen.

 

Jesus

Die Taube des Heiligen Geistes
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